Diesellokomotive 199.017-5 (Nr. 7)
Die Diesellok Nr. 7 diente 6 Jahre als Rangierlok für die Molli-Werkstatt auf dem Bf. Bad Doberan,
hier steht sie vor der neuen Werkstatt
Geschichte, Technische Daten:
- 1962 gebaut, VEB Lokomotivbau "Karl Marx", Babelsberg b. Potsdam
- Besteller: VEB Braunkohlenkombinat xxx als Werklokomotive für Hilfsfahrbetriebe und Werkstattverschub im Braunkohle-Tagebaugebiet
- letzter Einsatzort: MIBRAG-Tagebau Zwenkau (bei Leipzig); danach Eigentum einer Recyclingfirma
- Typ V 10 C
- Bauart: C d m
- Spurweite: 900 mm
- 5,34 m lang, 3 gekuppelte Achsen mit 700 mm Durchmesser
- Gesamtgewicht: 16 t
- Achslast: 5,33 t
- 6 Zylinder Dieselmotor, ohne Aufladung, luftgekühlt
- Leistung: 102 PS
- mechanisches 4-Gang-Getriebe
- Höchstgeschwindigkeit: 24 km/h
- Zugkraft im 1. Gang in der Ebene: 400 t
- Ausrüstung: Druckluftbremse; Druckluft-Läuterwerk BA Knorr, 24 V Lichtmaschine
- ursprüngliche Nummer: Di 007 - 016 - A3; später Nr. 7; ab 2006: 199.017-5
- Erwerb: 2000 durch MBB Molli
- auf den Gleisen der MBB Molli seit: 09.02.2000
- im Einsatz von 2000 - 2006, Abstellung: 18.09.2006 mit Motorschaden
Warum Dieselloks für den Molli
- Die V 10 C ist eine robuste Standard-Werklokomotive, die von der DDR-Industrie für verschiedene Werkbahnen und für den Export hergestellt wurde.
- Auf Grund ihrer Bauart und Leistung ist sie schwerpunktmäßig als Verschublokomotive in Werksgeländen geeignet, da sie im unteren Geschwindigkeitsbereich eine hohe Zugkraft hat. Für den Zugverkehr mit höheren Geschwindigkeiten und Zuglasten ist sie nicht geeignet.
- Die Loks wurden in unterschiedlichen Spurweiten hergestellt: 600 u. 750 mm-Loks haben Außenrahmen, 900 u. 1000 mm-Loks Innenrahmen.
- Die DDR-Braunkohlenindustrie besaß nahezu in jedem Tagebaugebiet derartige Loks für Bauzüge, Havariefälle und den Verschub in den Fahrzeugwerkstätten. Die Maschienen waren sehr einfach und zweckmäßig, daher sehr wirtschaftlich in Betieb und Unterhaltung.
- Auf der Suche nach einer Rangierlok für die Werkstatt und die Waschanlage in Bad Doberan wurden die Mitarbeiter der MBB Molli auf diese Loktype aufmerksam, die im zuendegehenden schmalspurigen Werkbahnbetrieb der Kohleindustrie noch in eineigen Exemplaren vorhanden war.
- Nachdem bereits 1999 eine Lok von einem Tagebaubetrieb bei Senftenberg erworben wurde, erhielt die MBB Molli im Frühjahr 2000 das Angebot, von einer Recyclingfirma 4 weitere Loks zu kaufen, da diese sonst verschrottet werden sollten. Nach einer Besichtigung wurde man sich handelseinig und alle 4 Loks kamen am 09.02.2000 in Bad Doberan an.
- Lok 7 wurde bereits 2 Tage nach Eintreffen beim Molli fahrfähig hergerichtet und danach zunächst als Probebetrieb im Rangierdienst auf dem Bf. Bad Doberan verwendet. Sie löste die Lok 101-04 (heute 199.014-2) ab, die einen Achslagerschaden hatte und dann unmittelbar in die Aufarbeitung ging. Da sie bereits sehr dünne Radreifen hatte, sollte sie nur bis zur Ferigstellung der ersten hauptuntersuchten Schwesterlok in Betrieb bleiben und dann u.U. als Reserve dienen. Eine grundlegende Aufarbeitung war nicht geplant.
- Ein Motorschaden beendete am 18.09.2006 vorzeitig den Einsatz der Lok, sie wird nun vsl. als Ersatzteilspender zerlegt werden.
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Fotos vom Einsatz der Lok:
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Lok Nr. 7 im Arbeitszugdienst, hier beim Abtrommeln von Kabeln zum Bau einer Halbschrankenanlage in Kühlungsborn |
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Lok Nr. 7 im Rangierdienst auf dem Bf. Bad Doberan, hier wird die Waschanlage in der Wagenhalle bedient |
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Die erste Probefahrt am Tag der Inbetriebnahme der Loks 7 und 52 auf dem Bf. Bad Doberan, 11.02.2000 |
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Am 18.01.2000 wurden die vier auf dem Zwenkauer Werksgelände zur Verschrottung abgestellten Loks von Molli-Mitarbeitern zwecks Ankauf begutachtet. |
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von Jan Methling (MBB Molli).
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