Diesellokomotive 199.016-7
Die Diesellok 199.016-7 (ehem. Nr. 8) wird am 02.09.2008 auf dem Bahnhof Bad Doberan als erstes Schienenfahrzeug über die neue Rampe abgeladen.
Geschichte, Technische Daten:
- 1962 gebaut, VEB Lokomotivbau "Karl Marx", Babelsberg b. Potsdam
- Besteller: VEB Braunkohlenkombinat xxx als Werklokomotive für Hilfsfahrbetriebe und Werkstattverschub im Braunkohle-Tagebaugebiet
- letzter Einsatzort: MIBRAG-Tagebau Zwenkau (bei Leipzig); danach Eigentum einer Recyclingfirma
- Typ V 10 C
- Bauart: C d m
- Spurweite: 900 mm
- 5,34 m lang, 3 gekuppelte Achsen mit 700 mm Durchmesser
- Gesamtgewicht: 16 t
- Achslast: 5,33 t
- 6 Zylinder Dieselmotor, ohne Aufladung, luftgekühlt
- Leistung: 102 PS
- mechanisches 4-Gang-Getriebe
- Höchstgeschwindigkeit: 24 km/h
- Zugkraft im 1. Gang in der Ebene: 400 t
- Ausrüstung: Druckluftbremse; Druckluft-Läuterwerk BA Knorr, 24 V Lichtmaschine
- ursprüngliche Nummer: Di 008 - 016 - A3; später Nr. 8; ab 2008: 199.016-7
- Erwerb: 2000 durch MBB Molli
- auf den Gleisen der MBB Molli seit: 09.02.2000
- Aufarbeitung: 2006 - 2008
Warum Dieselloks für den Molli
- Die V 10 C ist eine robuste Standard-Werklokomotive, die von der DDR-Industrie für verschiedene Werkbahnen und für den Export hergestellt wurde.
- Auf Grund ihrer Bauart und Leistung ist sie schwerpunktmäßig als Verschublokomotive in Werksgeländen geeignet, da sie im unteren Geschwindigkeitsbereich eine hohe Zugkraft hat. Für den Zugverkehr mit höheren Geschwindigkeiten und Zuglasten ist sie nicht geeignet.
- Die Loks wurden in unterschiedlichen Spurweiten hergestellt: 600 u. 750 mm-Loks haben Außenrahmen, 900 u. 1000 mm-Loks Innenrahmen.
- Die DDR-Braunkohlenindustrie besaß nahezu in jedem Tagebaugebiet derartige Loks für Bauzüge, Havariefälle und den Verschub in den Fahrzeugwerkstätten. Die Maschienen waren sehr einfach und zweckmäßig, daher sehr wirtschaftlich in Betieb und Unterhaltung.
- Auf der Suche nach einer Rangierlok für die Werkstatt und die Waschanlage in Bad Doberan wurden die Mitarbeiter der MBB Molli auf diese Loktype aufmerksam, die im zuendegehenden schmalspurigen Werkbahnbetrieb der Kohleindustrie noch in eineigen Exemplaren vorhanden war.
- Nachdem bereits 1999 eine Lok von einem Tagebaubetrieb bei Senftenberg erworben wurde, erhielt die MBB Molli im Frühjahr 2000 das Angebot, von einer Recyclingfirma 4 weitere Loks zu kaufen, da diese sonst verschrottet werden sollten. Nach einer Besichtigung wurde man sich handelseinig und alle 4 Loks kamen am 09.02.2000 in Bad Doberan an.
- Zum Zeitpunkt der Übernahme war die Lok 8 nicht betriebsfähig. U.a. waren sämtliche Instrumente zestört und die E-Anlage unbrauchbar. Da sie ansonsten komplett war, sollte sie auf Grund ihrer noch sehr dicken Radreifen und des breiten Führerhauses zu einem späteren Zeitpunkt aufgearbeitet und als Rangierlok für die Werkstatt genutzt werden. Dazu war sie von 2000 bis 2006 in der Wagenhalle in Bad Doberan untergestellt.
- Die HU mit gründlicher Aufarbeitung und Anpassung an die ESBO-Standards erfolgte in den Jahren 2006 bis 2008 durch die Firmen FWM Berlin, MBB Werkstatt Bad Doberan und IZG Chemnitz.
- Nach der Aufarbeitung wurde die Lok am 02.09.2008 angeliefert. Am 11.09.2008 erfolgte die Lastprobefahrt und die Zulassungsurkunde vom LfB wurde am 29.09.2008 ausgestellt.
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Letzte Aktualisierung: Nov. 2011
Fotos der Diesellok Nr. 8 bzw. 199.016-7
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Am 02.09.2008 wurde die fertiggestellte Lok vom IZG Chemnitz per Tieflader nach Bad Doberan gebracht und als erstes Fahrzeug über die neue Verladerampe abgeladen. |
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Die Zukünftige 199.016 hier bei der Firma IZG in Chemnitz (ehem. RAW) bei der Endmontage im Sommer 2008 |
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V 10 C Nr. 8 hier noch abgestellt neben der Molli-Wagenhalle auf dem Bahnhof Bad Doberan vor Beginn der Aufarbeitung |
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von Jan Methling (MBB Molli).
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